Baubericht: TPz-1 A1 EloKa 'HUMMEL'

Bereits seit vielen Monaten schwebt mir vor, diese Version des TPz Fuchs im Maßstab 1/35 zu bauen. In diesem (meinem) Maßstab gibt es dieses Fahrzeug nicht im Modell. Ein Kleinserienhersteller bietet einen Umrüstsatz an, der aber „nicht das Wahre“ sein soll ...
Mit diesem Vorhaben verbunden sind folglicherweise einige Um- und Nachbauarbeiten am Modell des TPz FUCHS von Revell.

Im Internet sind nicht viele Originalbilder des Störsender HUMMEL zu finden, erst recht nicht Detailaufnahmen. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich das Fahrzeug immer irgendwo im Hinterkopf – und sobald ich irgend etwas diesbezüglich aufschnappte oder sah, wurde dies gespeichert und gleich noch nachrecherchiert. Das war sozusagen meine „Stoffsammlung“ vor dem Baubeginn.

 

Nach meinem letzten Großprojekt, MAN 7t mil gl mit FH 105 (L), fertigte ich zwischendurch zwei kleinere Sachen mit nicht soviel Aufwand, aber jetzt ist der Zeitpunkt, sich mal wieder etwas Detailwahn hinzugeben. Nachfolgend ist meine Materialaufstellung, die ich für diesen (Um-)Bau zusammengetragen habe:

Dazu kommen noch diverse Sheetplatten und weitere Sachen von EVERGREEN, verschiedene Drähte und Teile aus der Grabbelkiste.

Als Referenzmaterial steht mir zur Verfügung:

  • TANKOGRAD Spezial 5001: TPz Fuchs
  • Waffenarsenal Band 119: Radpanzer der BW – TPz Fuchs mit Varianten
  • Gesammelte Originalbilder aus dem Internet

 

Aufgrund der "Ausführlichkeit" dieser Baudokumentation habe ich ihn in verschiedene Abschnitte eingeteilt, wie aus dem nachfolgenden Verzeichnis zu ersehen ist. In der fortlaufenden Seite sind die Arbeiten chronologisch aufgeführt, spezielle Sachen werden durch das Inhaltsverzeichnis aber schneller auffindbar.

Mein ursprüngliches Bestreben, wöchentlich einen fertigen Abschnitt einzustellen, konnte ich bislang (fast) einhalten.

 

 

 

Inhaltsverzeichnis der Bauabschnitte:

 

 

 

Nach der Stoffsammlung habe ich mir die Zeit nehmen müssen - und genommen, das Wannenoberteil des Bausatzes mit verschiedenen Originalbildern des TPz-1 A1 EloKa 'Hummel' zu ver- bzw. abzugleichen. Bereits vorher sind mir verschiedene ’grobe’ Sachen aufgefallen, die verändert werden müssen.

Bei dieser genaueren Recherche stellte sich heraus, dass jede Menge Arbeit auf mich wartet. Um zu zeigen, was auf mich wartet, habe ich die rechte Fotografie nachbearbeitet, das nun einige der anstehenden Umbaumaßnahmen zeigt. Dabei handelt es sich nur um die “groben Arbeiten“, um das Dach sowie die Seitenwände eines TPz Fuchs dem eines TPz-1 HUMMEL anzugleichen. Viele kleinere Sachen habe ich nicht dargestellt.

  1. “ebenes“ Verschließen der Dachluke
  2. Einbau eines zusätzlichen Gitter’s
  3. alle rot schraffierten Bereiche: “ebenes“ Abschleifen
  4. Neuanbringen von Anti-Rutsch-Flächen
  5. Extrabau eines zusätzlichen Auspuffes
  6. Kompletter Neuaufbau des Fahrzeughecks
    mit Anbringen des zusätzlichen Kastens an der linken Hecktür für ein Stromerzeugeraggregat
  • Scratchbau der Halterung für den “Antennenwald“
  • Kompletter Neuaufbau eines ???-Gerätes hinter der verbliebenen Dachluke
  • Hell-/dunkelblaue Markierungen: verspachteln von Löchern

Weiterhin werde ich die angegossen dargestellten Griffe auf dem Fahrzeugdach entfernen und durch Draht ersetzen. Dies geschieht auch mit den Griffen an den Seiten des Fahrzeugs.
Das Heck des Fahrzeugs darf ich auch verändern (= komplett neubauen (siehe oben Punkt 6)), da diese Fuchs-Version nicht mehr schwimmfähig ist. Der Hersteller (bzw. die Umbaufirma) hatte sich - in Absprache mit der Bundeswehr - entschlossen, das Schwallbrett vorn und die Wasserschrauben hinten zu entfernen. Statt der Propeller sind jetzt im Heckbereich zusätzliche Staukästen (?) angebaut.

 

KW 47/2008: Arbeiten an der Oberwanne

 

Nach den ganzen Vorbereitungen und Vergleichen konnte ich endlich anfangen, meinen FUCHS zu bearbeiten. Trotz den Vorarbeiten verglich ich immer wieder zwischen Bausatz, PE-Anweisung und Originalbildern, während ich meine mehrstündigen Spachtel- und Schleifarbeiten durchführte. Das Ergebnis meiner bisherigen Bemühungen ist nachfolgend im Bild festgehalten:

Auf den obigen Bildern ist ebenfalls zu sehen, dass ich die zentrale Mittelluke im Dach durch Bausatzteile, Sheetkreise und Spachtel verschlossen habe. Die beiden Seitentüren sind ebenfalls schon bearbeitet - einmal für die Verwendung der PE-Teile und zum Zweiten das Ausschneiden der sechseckigen, gepanzerten Fenster.
Die seitlichen Verspachtelungen waren die gegossenen Werkzeughalterungen, die aufgrund der Verwendung von PE-Teilen nicht mehr gebraucht werden. In diesem Fall wären die Löcher sogar störend, da sich die Werkzeuganbringung am HUMMEL vom FUCHS unterscheidet.

 

Das linke Bild zeigt die Innenseite der Oberwanne mit der verschlossenen Luke. Dazu habe ich aus dem Bausatz einen "Deckel" hergenommen, von innen (statt außen) verklebt und an der Außenseite mit 0,5mm Sheetplatten aufgefüttert, um eine plane Fläche zu schaffen.
Im vorderen Teil der Oberwanne waren zusätzlich verschiedene Gussreste zu entfernen. Diese standen (und stehen im hinteren Teil noch) trompetenförmig nach innen. Durch die Verwendung und den Einbau der Fahrerkabine habe ich diese Reste im vorderen Teil 5x entfernt. Ob dies nötig war, weiß ich jetzt noch nicht - aber sicher ist sicher ...

 

Danach wollte ich mich an den Umbau der Fahrzeugheckwand machen. Als "echte Vorlage" - zusätzlich zu Originalbildern - nahm ich aus dem 1/72-Bausatz die Heckwand, hielt sie neben die 1/35-Rückwand ...

... und kam zu dem Entschluss, dass es nix wird mit einem UMbau, sondern ich muss die Heckwand komplett NEU bauen (= scratchen)!!!
Aufgrund 'Materialmangel' (nicht genügend dicke Sheetplatten (= 1mm)) war hier Baustopp!

 

KW 48/2008: Bau des Fahrerraum's und Fortsetzung an der Oberwanne

 

Nach dem genannten Baustopp entschloss ich mich, von MR-Modellbau den Fahrerraum in Angriff zu nehmen. Denn vor dem Verkleben der neuen Rückwand müssen zuerst Wannenober- und -unterteil zusammengesetzt sein ... und bevor dies geschehen kann, muss eben der Fahrerraum inkl. Besatzung fertig sein.

Nach dem Auspacken dieses Zurüstsatzes von MR-Modellbau und der Bestandsaufnahme durch die Bauanleitung stellt sich eine größere Herausforderung dar. Dieses Interieur-Set besteht aus Resin- und Zinnteilen - und während die Resinteile gem. Anleitung nummeriert sind, wurden die Zinnteile lediglich in der Anleitung bildlich mit den entsprechenden Bausatznummern dargestellt.
Die Beschreibung - inkl. der Zeichnungen - erweist sich leider als ziemlich ungenau. So kommt man nicht umhin, entsprechende Originalbilder zu Rate zu ziehen, um den "Einbauplatz" verschiedener Kleinteile herauszubekommen.

Nach dem überlegten - und auch beherztem - Einsatz eines "Dremel's" mit Trennscheibe stellen sich die größten Bauteile dar wie auf dem nebenstehenden Bild. Nach dem Ab'flexen' der großen Resinangüsse ist eine Nacharbeit mit Schleifpapier unabdingbar. Gemäß der Bauanleitung soll man diese Teile 'erst anpassen' und dann verkleben.
Diese Teile sind hier jetzt angepasst - aber noch nicht verklebt.

 

Auf dem linken Bild sind die Halterungen für Fahrerrückenlehne und den kompletten Beifahrersitz auf der Sitzplatte fixiert. Dieses sollte - der Einfachheit halber - passieren, bevor man die Platte (jetzt 'richtig herum') über der Vorderachse (zwischen den Kotflügeln) anbringt.

Das rechte Bild zeigt schon den fast fertigen Fußraum. Der Schaltblock ist mit den Hebeln versehen, die Halterung für den Sitz des Fahrers sind eingebaut sowie die Fußstütze und Trittfläche des Beifahrers - inkl. weiterer Kleinteile.
Die Lenksäule mit Lenkrad sowie die Sitze und Rückenlehnen verbaue ich erst später, entweder nach der Bemalung dieses Innenraums bzw. Anpassung der Besatzung (von denen ich noch nicht weiß, ob sie überhaupt hineinpassen).

Die Motorraumrückwand ist hier lediglich 'trocken' hineingestellt und noch nicht geklebt. Eine Trockenpassung hat vorher schon ergeben, dass beim späteren Zusammenbau von Ober- und Unterwanne keine Probleme auftreten werden wegen einer evtl. noch zu hohen Wand.

 

Weitere Kleinteile des Ausbausatzes werden an der Oberwanne angebracht ...

... Winkelspiegel etc. im Dachbereich und Armaturenbrett & weitere Teile unterhalb der Windschutzscheibe. Dazu müssen - lt. MR-Anleitung - verschiedene Angüsse sorgfältig entfernt und glatt geschliffen werden.

Am Dach - direkt an der Frontscheibe - sind ebenfalls zwei Angüsse, die ich mit entfernt habe. Diese stammen von den Aussparungen an der Dachaußenseite, wo später die Abdeckplatte der Frontscheibe verbaut wird.

Alle Griffe an der Oberwanne werde ich durch Draht ersetzen, da sie entweder als (leicht unförmiges) Spritzgussteil beiliegen, nur schlecht angedeutet oder gar nicht vorhanden sind. Diese Arbeiten mache ich, bevor das Fahrzeugchassis zusammengeklebt wird. So gestalten sich diese Arbeiten für mich einfacher.

Alle Fahrzeugvarianten des TPz Fuchs sind am Dach mit insgesamt vier Hubösen ausgestattet. Revell hat zwar die Positionen dieser Ösen in der Oberwanne berücksichtigt, die Ösen selbst jedoch im Bausatz vergessen. In einem Zurüstsatz von MR sind diese Ösen mit vorhanden, ich habe sie selbst angefertigt.
Mit einem 0,8mm-Bohrer wurden die Aufnahmelöcher vorgebohrt - und danach bog ich mir die Hubösen aus 0,8mm-Kupferdraht selbst. Nach der entsprechenden Anpassung sind die Metallösen von innen mit Sekundenkleber fixiert worden.

 

KW 50/2008: Drittes Dachgräting und weitere Zusatzbauten

 

Das Fahrzeugdach des Störsender HUMMEL hat einige deutliche Unterschiede zum "normalen" Fuchs. Dazu gehört - neben dem Antennenwald - ein drittes Gitter sowie eine weitere Klappe im Dach und zwei deutlich sichtbare Zusatzaggregate.

Genau im Bereich der verschlossenen, runden Mittelluke befindet sich das Gitter bzw. die rechteckige Abdeckplatte. Die Position bzw. Ausmaße dieser Platte habe ich vom 1/72-Bausatz des HUMMEL abgenommen (und dabei versucht, möglichst genau zu messen). Diese Millimeter wurden dann in den Maßstab 1/35 umgerechnet - und von mir auf eine Papierschablone übertragen.
Nach dem optischen Vergleich / der Überprüfung zwischen "klein" und "groß" kam dann die Dachgravur dieser Platte.

Beim Abmessen der Platte habe ich parallel dazu den Umfang des dritten Gitters vermessen und in den größeren Maßstab übertragen. Der Bau dieses Gitters war leider nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Nach dem dritten Versuch hatte ich endlich ein "Muster", das mir einigermaßen zugesagt hat. Danach suchte ich mir aus meiner Grabbelkiste ein Drahtgitter und schnitt dieses nach den Vorgaben der Originalbilder zurecht. Nach nochmaligem Vergleichen wurde dann auf der Unterseite Plastikkleber aufgebracht und dieser 'Rost' an der entsprechenden Postition verklebt.
Leider hatte ich es mit dem Kleber etwas zu gut gemeint. Als ich nach ca. einer Stunde nachschaute, war durch die schmalen Ritzen der verbundenen Sheetstücke etwas Kleber nach oben gedrückt worden - und dieser hatte an der Oberseite einiges von der Struktur miteinander verschmolzen bzw. eingeebnet.

Glücklicherweise ließ sich das zerstörte Teil einigermaßen schadfrei vom Dach ablösen - und ich setzte mich daran, um dieses Bauteil zum vierten Mal anzufertigen. Nach dem zerstörten Stück ging mir diese Arbeit aber jetzt schneller von der Hand, da ich wusste, worauf ich zu achten habe.
Von einem Bekannten erhielt ich außerdem ein anderes Stück Drahtgitter, dass sich u. a. vom optischen Eindruck und dem Original entsprechend besser eignet als mein Muster - das Rechteckmuster ist eindeutig besser als mein Rautengitter.

Nachdem diese Arbeit (die mir am meisten Kopfzerbrechen machte) endlich erledigt war, ging ich an den Scratchbau der Antennenhalterung.

Als Grundmaterial nahm ich eine Rechteckstange von 4 x 3mm und schnitt diese in der Länge so ab, dass es sowohl vom Maßstab 1/72 als auch nach Vergleichen mit Originalbildern einigermaßen passte. Danach wurde noch etwas korrigiert und die 90°-Kanten dieses Stabes habe ich mit Schleifpapier leicht gerundet. Auch das Vermessen und Anbringen der Antennenfüße in den richtigen Abständen war zwar eine etwas zeitraubende Mathe-Aufgabe, die sich im Endeffekt doch gelohnt hat.
An der Antennenstange wurden noch diverse "Halteschrauben", eine Huböse sowie eine Abdeckung verklebt.

Beim wiederholten Studieren des HUMMEL-Dachs fiel mein Blick auf ein Teil, das mir vorher nicht so bewusst war ... ein elektrisches (?) Bauteil mit Kühlrippen, das neben der Antennenstange auf Höhe der Dachluke aufgebaut war. Auch im 72er Bausatz ist dieses Teil vorhanden.
Aufgrund der wenigen Originalbilder war ich somit gezwungen, ein weiteres Teil scratch herzustellen. Dieses Aggregat ist beidseitig mit Kühlrippen versehen - aber die Darstellung dieser durch Einsägen mit meiner Resinsäge erbrachte - vom optischen Standpunkt aus gesehen - gar nichts. Deswegen nahm ich mir eine Schlüsselfeile und machte auf diese Art die Kühlrippen. Dieses Bauteil besteht aus 22 Einzelteilen und hat mich zwei Nachmittage gekostet - da ich mehrmals verschiedene Einzelteile zuschnitt und -feilte, die dann doch die falschen Maße hatten.

Ein weiterer Dachaufbau ist der/das nebenstehende Teil. Leider weiß ich nicht, welche Funktion dieser Stopsel hat, aber von diesem geht ein Kabel zur Antennenstange. Die Größe habe ich nur anhand Originalbildern geschätzt und dafür eine 4mm dicke Sheetröhre genommen, die einen 1mm dicken 'Deckel' bekam. Nach dem Trocknen des Klebers habe ich den Deckel dann seitlich und oben rundgeschliffen.
In den Deckel kamen noch vier Löchlein, in die ich Schraubköpfe eingeklebt habe - um die Verschraubung darzustellen. Auf dem Makro-Bild gefällt mir das nicht so richtig, aber mit bloßem Auge ist die Darstellung akzeptabel.
Die Position, an der das Bauteil auf dem Dach verklebt wurde, musste ich auch schätzen, da ich keine eindeutigen Bilder hatte.

 

Vor den weiteren Scratch- oder Ätzteilarbeiten wurde es nun Zeit, die Anti-Rutsch-Beschichtung auf dem HUMMEL-Dach anzubringen.
Möglichkeiten zur Darstellung dieser Flächen gibt es einige - ich habe mich (wieder) dafür entschieden, diese mittels Airbrush aufzubringen. In jedem Fall muss man die Anti-Rutsch-Flächen abkleben (linkes Bild).
Für das genaue Abkleben nehme ich das Maskierband von Tamiya, die größeren Flächen werden mit schwach klebendem Malerkrepp maskiert.

Gem. einer Anleitung im Internet (die ich schon vor langer Zeit entdeckte) kann man den Flüssigspachtel Mr. SURFACER 500 für diese Arbeit verwenden. Dazu ist eine Airbrush-Düse von 0,3 bis 0,4mm Größe sowie ein Arbeitsdruck von ca. 3 bar nötig. Der zähflüssige SURFACER wird hierbei unverdünnt verwendet und - am Besten - durch eine Airbrushpistole mit Fließbecher aufgetragen (Bild mittig).

Nach dem Ablösen des Maskierbandes hat man dann die Antirutschflächen (Bild rechts) aufgetragen. Andere Methoden wären das Auftragen von feinstem Sand oder Mehl auf die Flächen, die vorher mit Plastikkleber eingestrichen wurden - oder statt Plastikkleber kann man Holzleim verwenden.

Auf den beiden nebenstehenden Makro-Aufnahmen kann man die "Wirkung" dieser Methode noch mal genauer sehen. Hier muss ich zu meinem Leidwesen zugeben, dass mir solche Flächen schon besser gelungen sind. Mir sehen sie noch etwas zu glatt aus.
Der Grund hierfür könnte sein, dass ich den Flüssigspachtel doch minimal verdünnt habe, da er mir zu zähflüssig (=etwas eingetrocknet) vorgekommen ist.

Nach diesem (meinem ersten) Ausflug in die Welt des "Scratch-Bauens" stellt sich die Oberwanne des HUMMEL so dar wie auf dem nachfolgenden Bild:

 

 

KW 51/2008: Ausbauarbeiten an der Oberwanne

 

Bevor ich dann vergesse, welche (nebensächlichen) Arbeiten ich noch an der Oberwanne noch zu machen habe, ging ich jetzt daran, diese durchzuführen.
Revell hat die Haltegriffe für das Modell etwas zu dick ausgeführt (im Verhältnis gesehen) und zudem einige Griffe vergessen (nach dem Vergleich mit Originalbildern). Außerdem entschloss ich mich, alle Öffnungsgriffe der Dachluken ebenso durch Draht zu ersetzen. Die vorhandenen Plastikandeutungen am Modell waren nicht so schön anzusehen - und bei den zusätzlich gebauten/gravierten Luken fehlten diese Andeutungen. Und jetzt 'die Einen sein lassen' und die fehlenden Griffe nicht zu ersetzen ... war etwas zu einfach.
Bei der wiederholten Überprüfung von Originalbildern stellte ich fest, dass verschiedene Haltegriffe von TPz FUCHS am HUMMEL nicht vorhanden sind - und dass herstellerbedingt mindestens zwei Haltegriffe fehlen: 1x rechte Seite auf Höhe der Dachluke und ein Griff über der Beifahrertür. Beide habe ich natürlich angebracht.

Verwendet habe ich für die seitlichen (dickeren) Haltegriffe am Fahrzeug Federstahldraht der Stärke 0,5mm, auf dem Dach betrug die Drahtstärke 0,3mm. Um die selbstgebogenen Griffe gut am Modell anbringen zu können, wurden an den entsprechenden Befestigungsstellen Löcher gebohrt.
Pro Griff kam erst ein 'Halteloch', dann erfolgte das Biegen des Drahtes, bevor ich den Griff dann an der entsprechenden Stelle ansetzte und das zweite Halteloch bohrte. Auf diese Art ersparte ich mir viel Drahtverschleiß durch ein Biegen in falscher Länge - denn hier kommt es auf den halben Millimeter an.

Die nachfolgenden Bilder zeigen verschiedene Griffe an den Seiten und oben auf dem Dach ...

Nach den Draht-Biegearbeiten fasste ich den nächsten Entschluss: Anfertigen des Drahtgitters und an dem dritten Lüftergräting anbringen.
Das genaue Trennen bzw. Schneiden des Drahtes war etwas kompliziert - und erst nach dem zweiten Versuch war ich halbwegs mit dem Ergebnis zufrieden. Das Gitter wurde zudem noch ausgeglüht. Damit habe ich Farb-/Kleberreste verbrannt, die sich beim ersten Kleben miteinander verbunden und verschiedene Löcher verstopft hatten.
Beim zweiten Verkleben habe ich die abgeplatzte Farbe (unter dem Gitter) nicht erneuert - das unsaubere Aussehen auf dem nachfolgenden Bild wird nach dem Grundieren bzw. Lackieren nicht mehr zu sehen sein.

 

 

Eine weitere kleine (und fiese) Verfeinerungsarbeit wartete noch auf mich! Auf dem Dach des TPz HUMMEL befinden sich viele kleine "Stopsel" mit einer aufgesetzten Schraube. Den Zweck dieser Vorrichtung kenne ich leider nicht - aber nachgebaut muss es trotzdem werden.

Aufgrund der geschätzten Dicke dieser "Stopsel" längte ich von einem 1,6mm dicken Rundplastikstab etwas ab, um diese "Stopsel" zu bekommen. Von einem anderen Bausatz hatte ich noch Ätzteilreste, in dem sich noch viele Sechskantschraubköpfe befanden. Diese eigneten sich sehr gut für mein Vorhaben.
Nachdem ich das erste Muster (Bild links) hergestellt hatte und ein Vergleich am Fahrzeug recht überzeugend war (sowohl von der Höhe als auch der Dicke), fertigte ich noch weitere 25 dieser Teile an - und verklebte sie schließlich.

 

KW 52/2008: Ausbau & Fertigstellung des Fahrerraums

 

Die Einzelteile des Resin-Zurüstsatzes für den Fahrerraum waren noch nicht komplett verbaut, da ich mir über verschiedene Teile noch nicht im Klaren war. Erst durch das wiederholte, genaueste Studium von Originalbildern (hier ein Dank an Th. Voigt) und Vergleichen mit den Bausatzteilen konnte ich daran gehen, alle Einzelteile zu bearbeiten und anschließend zu verkleben.
Vor allem die korrekte Anbringung des Armaturenbretts bereitete mir einige Zeit Kopfzerbrechen, schließlich konnte ich dieses Problem aber auch bewältigen.

Bevor diese Kombination aus Spritzguss-, Resin- und Zinnteilen Farbe bekommen kann, ist es angeraten, alle Bauteile zu grundieren.

Für diese Arbeit ist mein bevorzugtes Grundiermittel Mr. SURFACER 1000 (oder 1200). Da ich zu diesem Zeitpunkt keinen 1000er mehr hatte, wich ich in diesem Fall aus auf Mr. SURFACER 1200.
Trotz dem, dass diese Grundierflüssigkeit bereits ziemlich dünnflüssig ist, habe ich sie für die Airbrush-Arbeiten verdünnt. Zum Verdünnen sollte man hier für ein optimales Ergebnis Mr. THINNER benutzen - etwa im Verhältnis 4 SURFACER - 1 THINNER. Aufgrund meines eigenen Versäumnisses war mir der Thinner aber ausgegangen und ich hatte noch keinen Ersatz beschaffen können. So versuchte ich in diesem Ausnahmefall normale Nitroverdünnung, was ebenfalls zu einem akzeptablen Ergebnis geführt hat.
Nachdem ich etwas zuviel Grundierung vorbereitet hatte, wurden die Scratchteile für das Dach (Bild rechts) auch gleich grundiert - sowie verschiedene Metallteile an der Wanne ...

Jetzt - nach einer Nacht Trocknungszeit - konnte ich wirklich mit Farbe weiterarbeiten.
Die Innenräume gepanzerter BW-Fahrzeuge sind in einem CREMEWEISS lackiert. Die entsprechende RAL-Nummer war aber mit keiner Modellbaufarbe in Übereinstimmung zu bringen - somit musste ich selbst mischen. Gleich der erste Versuch gefiel mir so gut, dass ich es per Airbrush auftrug. Dabei handelt es sich um das Tamiya WEISS, das ich minimal mit BUFF abgetönt hatte.
Der Einfachheit halber wurde der gesamte Fahrerraum mit dieser Mischung gebrusht.

Nachdem das Cremeweiss getrocknet war (was bei Acrylfarbe, verdünnt mit Isopropanol sehr zügig geht), konnte ich mit der Detailbemalung beginnen.
Dabei hielt ich mich an die Farbvorgaben, die mir an Hand der Originalbilder gezeigt wurden. Im Laufe der Bemalung entschloss ich mich - nach langem Hin-und-her-überlegen, dass ich den TPz HUMMEL nicht in der heute üblichen Flecktarnung lackieren werde, sondern in GELBOLIV. Diese Entscheidung war bereits jetzt nötig, da die Kotflügel im Innenraum bereits in der späteren "Wagenfarbe" lackiert werden mussten. Dafür nahm ich bzw. werde ich von Revell die wasserverdünnbare Acrylfarbe #46 nehmen.
Die Detailbemalung im Innenraum erfolgte mit Tamiyafarbe - und nach deren Trocknung kam ein leichtes Washing des Innenraums. Hier nahm ich bereits die Revellfarbe her, die ich mit Wasser verdünnte. So wurde die Tamiya-Acrylfarbe (mit Isopropanol verdünnt) nicht angelöst.

Das rechte Bild (Ober- und Unterteil aufeinander gelegt) zeigt die Lenksäule, die ich neu angefertigt hatte. Die Lenksäule aus dem MR-Satz war zu kurz geraten und stand in einem falschen Winkel. Die Folge hiervon war, dass das Lenkrad am Armaturenbrett angestanden ist und niemals in richtiger Position verbaut werden konnte.
Durch den Umbau ist jetzt eine korrekte Anbringung möglich. Außerdem habe ich jetzt noch zwischen dem Armaturenbrett und der Lenksäule einen "Abstandshalter" anbringen können (hier noch nicht verbaut), der die Säule in den richtigen Winkel drückt, wenn beide Fahrzeughälften verklebt sind.

 

KW 01/2009: Scratchumbau der Türen

 

Damit man den Fahrerraum halbwegs nach der Fertigstellung des Modells erkennen kann, werde ich beide Türen (Fahrer- & Beifahrerseite) in geöffneter Position darstellen.
Der große Nachteil meiner Idee ist, dass die Türen von Revell hierfür in keinster Weise vorgesehen bzw. geeignet sind. Weder die sechseckigen Fenster noch die Türverriegelungen sind vorhanden. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als wieder selbst "Hand anzulegen".

Am Meisten hat mich die richtige Gestaltung der Fensterausschnitte beschäftigt. Nach dem Anfertigen mehrerer Papierschablonen war ich dann mit einer Vorlage so zufrieden, dass ich zuerst mittig ein Loch in die Türen gebohrt und - davon ausgehend - mit Skalpell und Schlüsselfeilen diese Sechseckfenster ausgearbeitet habe.
Das Selbstbauen des Verriegelungsmechanismus innen bzw. der Außenteile war dann nur noch eine Fleißarbeit. Dabei waren mir diverse Originalbilder jedoch eine gute Hilfe.

Diese Türarbeiten sehen nicht so gewaltig aus - haben aber doch einiges an Zeit verschlungen.

Jetzt war ich endlich soweit, dass die "Hochzeit" stattfinden konnte.
Im Fahrzeugbau spricht man davon, wenn die Karosserie eines Pkw mit der Unterbodengruppe inkl. dem Motor miteinander verbaut werden. Hier, bei meinem Modell, werden nun Wannenober- und -unterteil miteinander verklebt. Nach vielen Trockenpassungen (und einigen Nacharbeiten) war ich mir sicher, dass beide Teile problemlos aufeinander passen. Vor diesem Schritt habe ich jedoch noch die Öffnungen des Fahrerraums von innen mit Tape maskiert, damit bei der späteren Lackierung des Fahrzeugs nichts in den Innenraum dringt.

 

KW 02/2009: Hecksektion - Beginn des Scratch-Neubau's

 

Nachdem ich jetzt alle anderen Sachen abgearbeitet hatte, beide Fahrzeughälften miteinander verklebt waren ...
... blieb mir als letztes Arbeit das übrig, das ich immer wieder vor mir hergeschoben hatte: Der Totalneubau des Fahrzeugheck's

Bereits zu Baubeginn (siehe auch Vergleichsbilder KW 47/2008) stellte sich mir diese Herausforderung dar, als ich erkannte, dass sich das FUCHS-Heck erheblich von dem des TPz HUMMEL unterschied.

Nach vielen verschiedenen Vorgehensweisen und Versuchen, die Grundplatte für HUMMEL-Heck herzustellen, kam ich endlich zu dem nebenstehenden Ergebnis. Die Schwierigkeit hierbei war, sowohl die richtigen Längenmaße der Seiten als auch die korrekten Winkel und dementsprechend die richtigen Innendurchmesser zu erhalten. Durch viel Probieren, Messen, Trockenpassen, nachfeilen und -schleifen schaffte ich es dann schließlich, nach sechs "Ausschussproduktionen" die richtige Platte zu bekommen.
Auf dem Vergleichsbild liegt das Bausatzteil auf einer 0,25mm dicken Sheetschablone und man kann den Unterschied eindeutig erkennen.

Ich habe mir diese Heckschablone (Bild links) aus dieser sehr dünnen Sheetplatte geschnitten, da hier die Bearbeitung und Korrekturen am Einfachsten zu bewerkstelligen sind. Bei dickerem Sheet ist die Gefahr des "verschneidens" wesentlich größer, so dass diese Möglichkeit für das Anpassen nur Vorteile birgt.
Auf dem rechten Bild habe ich die dünne Schablone so korrekt wie möglich auf einer 0,75mm Sheetplatte aufgeklebt, um daraus mein Bausatzteil zu schneiden. Mit einem neuen Skalpell und einem Stahllineal ist dies dann recht einfach und fehler- (verschnitt-)frei zu machen.

 

Das Nachbearbeiten der glatten Plastikplatte machte ich nun mit größter Vorsicht, um jetzt keinen Fehler zu produzieren und das Teil dadurch unbrauchbar zu machen. Zuerst gravierte ich die Hecktüren nach, danach wurde die Position des Türhebels festgelegt.
Anschließend schnitt ich an der unteren Kante vorsichtig die Aussparungen für die Heckbeleuchtung aus und danach den Bereich für das Nummernschild. Dieser "Halterung" hinterlegte ich wiederum mit Sheetmaterial, um so die notwendige Vertiefung zu erhalten.
So gesehen ist der neue Heckabschluss für den HUMMEL (fast) fertig.

Nun musste ich noch den Transportkasten für ein Stromerzeugeraggregat bauen, der an der linken Hecktür befestigt ist.
Auch hier "führen viele Wege nach Rom" - ich entschied mich dazu, zuerst die Seitenteile des Kastens anzufertigen und diese dann mit rechteckigen Sheetplättchen zu verbinden. Das erschien mir am Einfachsten und war auch innerhalb von etwa 90 Minuten erledigt.
Fast die Hälfte dieser Zeit nahm das Vermessen dieses Kastens am 1/72-Modell sowie das Umrechnen auf den Maßstab 1/35 in Anspruch.

Die linken drei Bilder zeigen in etwa die Reihenfolge beim Aufbau, das rechte Bild, wie es nach dem Verkleben aussehen wird.
An diesem Kasten müssen jedoch noch einige Versäuberungs- und Verfeinerungsarbeiten durchgeführt werden, bevor ich diesen verbauen werde.

 

KW 03/2009: Hecksektion - Verbauen der selbstgefertigten Teile

 

Nach dem erfolgreichen "Schnitzen" der großen Heckplatte konnte ich mich jetzt an die weitere Fertigung von Einzeiteilen machen. Diese Arbeiten gehen nur Schritt für Schritt - nacheinander, da für das Anpassen eines Folgeteils jeweils erst das Vorhergehende fertig sein muss.
Die einzelnen Teile wurden mit Tape am Modell fixiert (so, wie sie später verklebt werden sollen), um so einen halbwegs genauen Anhalt zu haben für das Anpassen bzw. Probieren dieser Teile.

Auf dem nebenstehenden Bild sind die Teile zu erkennen, die ich auf die o. g. Art aus 0,75mm und 0,50mm dicken Sheetplatten ausgeschnitten hatte - teilweise mehrmals, da mir immer mal wieder ein Fehler unterlief. Entweder habe ich mich "verschnitten" oder "vermessen", was eben zu Ausschussware führte.
Die obigen Einzelteile sind folgendermaßen gedacht:

    - Mitte oben: die große Heck-Abschlussplatte
    - Mitte mittig: Verkleidung des Heckbereichs - mit Ausschnitt für die Heckbeleuchtung
    - Mitte unten: Platten für den Unterboden
    - Seite klein: Abschluss für die Heckleuchten
    - Seite groß: seitliche Kotflügel am Heck

Die ersten Teile für den Heckumbau waren somit vollständig und ich verklebte diese am Modell. Die Reihenfolge dabei war so, wie ich es in der Listenaufzählung beschrieben habe. Beim eigentlichen Verbauen stellte sich dann heraus, dass die Teile trotz aller versuchten Genauigkeit nicht so 100%ig genau passten wie es mit der vorläufigen Klebeband-Fixierung den Anschein hatte.

 

Damit war ich aber noch nicht fertig mit diesem Bauabschnitt, denn die beiden Radkästen mussten ebenfalls noch gebaut werden.
Dieses Innere der Radläufe und der Unterboden des Fahrzeuges wies noch große Lücken auf. Für die Radkästen wählte ich Plastiksheet der Stärke 0,5mm, während das Verschließen am Unterboden (also unter dem Fahrzeug) mit 0,25mm Sheet gemacht wurde. In diesen Bereichen braucht die Plastikplatte nicht so stabil zu sein wie im deutlich sichtbaren Heckbereich. Ein Vorteil ist u. a., dass sich die dünnen Platten sich wesentlich leichter schneiden lassen.

Ein guter, eigentlich sehr guter Anfang war somit gemacht, aber leider waren doch noch verschiedene Ecken und Kanten als auch Klebespalten (teilweise überdeutlich) sichtbar. Auf dem linken Bild ist so ein Überstand zu erkennen.
Nachdem der Plastikkleber ausgehärtet war, wurden die sicht- und fühlbaren 'Überstände' mittels Schleifpapier (Körnung 320 & 400) ausgeglichen. Danach kam Flüssigspachtel zum Einsatz: Mr. SURFACER 1200 - der sich sehr gut in die Spalten durch die Kapillarwirkung hineinzieht - und nach dem Trocknen mit Körnung 6- bzw. 800 wiederum relativ leicht verschliffen werden kann.

Davon habe ich jedoch keine Bilder gemacht, da der verspachtelte und gesäuberte Heckbereich noch verschiedentlich auf nachfolgenden Fotos zu sehen sein wird.

 

KW 04/2009: Einbau des Fahrwerks

 

Die Grob- und auch feineren Arbeiten am Heck konnte ich somit abschließen - und nach kurzer Überlegung über die folgenden Bauabschnitte zog ich den Bauplan zu Rate, um mit dem Einbau des Fahrwerks zu beginnen.
Bevor ich aber hier 'in die Vollen ging', bot es sich an, die Resin-Reifen von Real Model vorzubereiten, d. h., entfernen der Angussblöcke und möglicherweise Aufbohren der Achsaufnahmen. Die überschüssigen Angüsse waren mit Dremel und Trennscheibe schnell beseitigt, ebenso wie das feinere Abschleifen der Reste am Reifen.

 

Jetzt nahm ich mir die Achsen (gem. Bauanleitung) vor, begonnen habe ich hier mit der starren Hinterachse. Alle drei Achsen sind zweiteilig ausgeführt, wobei die erste und zweite Achse mit eingeschlagenen (=lenkbaren) Reifen gebaut werden kann - was ich auch machen werde, da das dem Modell zusätzlich etwas Dynamik verleiht.

Nach dem Verkleben der jeweiligen Achshälften habe ich die Kardananschlüsse ebenfalls verbaut. Bei der exakten Säuberung dieser Spritzgussteile (z. B von feinen Gussgraten) kann man getrost etwas nachlässiger sein, da man davon später nur noch sehr wenig (wenn überhaupt) erkennen wird. Vor dem Einsetzen der beweglichen Achsschenkel ist es jedoch angeraten, vorher den Sitz zu testen! Bei meinem Bausatz waren die Aufnahmelöcher etwas zu klein dimensioniert und ich musste diese aufbohren, damit die Achsschenkel wirklich optimal passen in die Halterungen passen.

Schließlich gilt es vor dem Verbauen noch zu prüfen, ob die Achszapfen auch in die Aufnahmen in den Reifen passen. In meinem Fall musste ich die Löcher in den Reifen minimal aufbohren und die Spritzgusszapfen kürzen, um die perfekte Passung zu erhalten!

Das Einbauen/Verkleben der drei Achsen geschieht dann nach Bauanleitung. Ich bin allerdings davon abgewichen, damit ich wirklich das bestmögliche und dadurch auch spannungsfreie Fahrwerk bekomme. Hierzu wurden zuerst alle sechs Federstoßdämpfer verklebt und gewartet, bis diese bombenfest halten. Auf diesen Dämpfern liegen die Achsen auf.
Dann wurde die Hinterachse (ohne Reifen) inkl. der Kardanwelle verbaut und zum Schluß - mit etwas Geduldsarbeit - kam noch der Achsstabilisator an seinen Platz. JETZT ERST folgten die beiden anderen Stoßdämpfer sowie die auf den Bildern erkennbaren, weiteren Stabilisatoren.

HINTER-
ACHSE

Bei den beiden lenkbaren Vorderachsen stand ich vor dem Problem, den (geplanten) Lenkeinschlag realistisch aussehen zu lassen - jedoch ohne grosse Eingriffe oder Umbaumaßnahmen an der Lenkung.
Nach einigen Überlegungen entschloß mich, dem Bauplan zu folgen. An der Mittelachse wurden die Achsschenkel 'eingelenkt', danach das Lenkgestänge angepasst und dieses dann mittels Kleber (noch in ausgebautem Zustand) fixiert. Die Achsschenkel erhielten ebenfalls jetzt einen Tropfen Flüssigkleber, um die ganze Achse zu stabilisieren. Erst jetzt wurde die Achse verbaut.
Danach kamen weitere Fahrwerksteile an ihre Position. Die Bauanleitung hat bei der mittleren Achse zwei Fehler! Dies betrifft die Befestigung der Verbindungsstange zwischen den beiden mittleren Reifen. Weiterhin habe ich nicht herausbekommen, wie man den v-förmigen Achsstabilisator richtig einbaut, damit sich dieser nicht mit der genannten Stange stört! Denn beide Teile liegen auf einer Höhe und so geht nur entweder das Eine oder das andere.
Ich habe den Stabilisator verklebt und aus dem Mittelteil der Verbindungsstange ein Stück herausgetrennt.

MITTEL-
ACHSE

Nun konnte ich mich dem Einbau der Vorderachse widmen. Hier gilt es jetzt aber zu beachten, dass der Einschlagwinkel der Reifen leicht unterschiedlich dem der mittleren Achse ist. So habe ich "von der Mitte nach vorn gebaut".
Erst kamen die Verbindungsstangen zwischen Mittel- und Vorderachse mit dem Umlenkhebel, dann verklebte ich die Vorderachse auf den Dämpfern und zuletzt wurde das Lenkgestänge angebracht. So sollte einigermassen der richtige Lenkeinschlag der jeweiligen Reifenpaare erreicht sein.

VORDER-
ACHSE

Das Positionieren und Verkleben der anderen Fahrwerkteile (weitere Stabilisatoren etc.) wurde immer dann gemacht, wenn es entweder lt. Bauanleitung vorgesehen war oder "geboten erschien", weil man möglicherweise nach Einbau eines anderes Teils dieses nicht mehr ohne Probleme in die vorgesehene Postition hätte bringen können.
Im Gesamten sieht das jetzt fertige Fahrwerk - mit Lenkeinschlag - folgendermassen aus:

 

 

Da das obige Bild/die obige Ansicht recht wenig über die eingelenkten Reifen aussagt, habe ich die vorbereiteten Reifen vorsichtig auf die Achsen gesteckt, um so den richtigen optischen Eindruck zu bekommen, wie es aussieht / ob es passt.

 

 

KW 05/2009: Fertigstellung des Heckbereichs

 

Jetzt könnte ich mich wieder meinen Arbeiten im oberen Bereich des Fahrzeugs widmen - so zumindest dachte ich es mir. Das Anbringen/-kleben der Anbauten an der Oberwanne könnte eigentlich beginnen. Bevor ich mich jedoch in diese Arbeit stürzte, ist mir in meinem "Teilelager" noch der Rohbau des Heckkastens aufgefallen, in der dort "rum lag" und auch noch auf die Fertigstellung wartete.
Nach kurzer Überlegung nahm ich mich dieses Kastens an, um ihn noch etwas nachzudetaillieren. Einfach glatt ist der Behälter am Original nicht - und an Hand von  drei Originalbildern aus diesem Bereichs machte ich mich erst hier an die Arbeit.

Das auffälligste Merkmal ist ein Griff auf halber Höhe des Kastens (Bild links). Dieser hat unter anderem die Funktion, eine kleine, abnehmbare Platte festzuhalten bzw. zu verriegeln. Ganz genau gelang mir die Nachbildung nicht, aber ich bin damit zufrieden.
Des Weiteren befinden sich an der linken Seite des Behälters ein Türanschlag, der mit einem Gummipuffer versehen ist - und auch an beiden Seiten des Fahrzeughecks sind solche "Türstopper" zu finden (Bild rechts). Meine Stopper sind aus PE-Streifen gebogen, die als Gummi einen kleinen Sheet'nippel' erhalten haben. Wenn der HUMMEL seine gelbolive Farbe bekommt, wird das optisch besser erkennbar sein.

Bevor der Heckkasten an die linke Hecktür geklebt wurde, habe ich die Ecken mit etwas gezogenem Gussast "verstärkt". Damit will ich die Schweißnähte dieses Teiles darstellen.
Diese dünnen Plastikstangen brachte ich auch außen um den Kasten an, nachdem er an der Hecktür verklebt wurde.

 

Zwischendrin fertigte ich die Zusatzteile an bzw. verbaute diese gleich, die an der Heckklappe noch fehlten. Dabei handelte es sich um: die Türscharniere, die Einstiegshilfen, die Heckfensterabdeckung und die Anhängerkupplung. Während die erstgenannten Einzelteile aus Sheetmaterial und Ätzteilen bestehen, ist die Anhängerkupplung ein Resinguss von Perfect Scale.
Nachdem die Einzelteile soweit fertig und mehrmals trocken angepasst waren, konnte ich diese am Heck anbauen. Es fehlt jetzt nur noch das Leitkreuz (ebenfalls ein PE-Teil), das aber erst gegen Bauende angebracht wird.

 

Zum Abschluss der Scratchbau-Arbeiten ein Bild des Heckbereichs, wie er sich nun darstellt. Die Einstiegshilfen sind auf diesem Bild etwas verzerrt dargestellt, so dass diese "schief und krumm" erscheinen. Dieser Eindruck täuscht etwas, aber ich werde diese Teile nochmals entfernen und überarbeiten.

 

 

KW 06/2009: Scratchbau des Zusatzauspuffs und der Nebelmittelwurfanlage

 

Wieder einmal stand vor dem Vergnügen (Klebearbeiten) die Arbeit (Bausatzstudium) - und hierbei fiel mir nach einiger Zeit auf, dass ich noch etwas zu scratchen hatte: Den Zusatzauspuff an der linken Fahrzeugseite! Die mir vorliegenden Bilder ließen ermöglichten mir einen ziemlich guten Einblick, was hierbei noch alles zu machen war.

Bevor ich diesen Zusatzauspuff gemacht bzw. dann auch verkleben konnte, musste ich die Nebelmittelwurfanlage anfertigen und verbauen. Dies war insofern nötig, um für den Scratch-Auspuff einigermaßen die richtige Position an der Oberwanne zu erhalten. Davon war auch die entsprechende Aussparung der Kfz-Auspuff-Abdeckung abhängig, denn das Zusatzrohr geht in den Fzg-Auspuff über und braucht somit einen "Durchbruch" durch das Abdeckblech (siehe nächsten Absatz).
Im PE-Set waren sechs gedrehte Nebelwurftöpfe vorhanden, die ich zuerst anfertigte. Die Halter sind Resin, über die Töpfe sind auch noch extra die Haltebänder vorhanden und für die vorderen (Gummi)Abdeckungen gab es auch noch Sicherungskettchen (siehe Bild).
Nachdem diese sechs Einzelteile fertig waren, verklebte ich sie an den Halterungen, die im Bausatz dafür vorgesehen sind.
Anmerkung: Eine achtteilige Nebelmittelwurfanlage ist auch als "Einzelset" von Voyager erhältlich.

 

Das linke Bild zeigt oben den Auspuffkrümmer und im unteren Bereich die nachbearbeitete Auspuffabdeckung.
Für diesen Krümmer nahm ich ein Plastikrohr, verklebte ein Ende mit einer Sheetstange und schliff diese Seite nach dem Trocknen rund. Anschließend wurde eine Seite noch gerade geschliffen und mit einer kleinen Plastikkarte unterlegt. Nach einigen Passversuchen - wegen der korrekten Position - wurde dieser Krümmer an der Wanne angebracht.
Jetzt konnte ich mich um den Zusatzauspuff kümmern. Der Auspufftopf stammt von einem alten Modell (Sd.Kfz 222), den ich auf die richtige Größe nachschleifen musste. Die Rohre sind aus einer Sheetstange mit 1,6mm Durchmesser gefertigt, wobei ich das obere Rohr vorsichtig über einer Kerze in einen ca. 45°-Winkel gebogen und anschließend entsprechend abgelängt habe.

Während die Verklebung dieses Bauteils getrocknet ist, wurde der Kfz-Auspuff verklebt und die dazugehörige Abdeckung angepasst. An der Abdeckung ist bereits eine schmale Aussparung vorhanden, die ich nach mehreren Passversuchen einerseits mittels einer Schlüsselfeile vergrößert habe, während ein anderer Teil mit einer kleinen Plastikkarte verschlossen wurde. Danach wurde die Abdeckung ebenfalls an der Wanne verklebt und schließlich konnte ich diesen Bauabschnitt zu Ende bringen, indem der Zusatzauspuff noch minimal mit zwei Schellen verfeinert und dann verbaut wurde (Bild rechts oben).

Aufgrund der vorangegangenen, mehrmaligen Trockenpassungen war jetzt das Verkleben der Nebelmittelwurfanlage eine leichte Übung. An der Oberwanne ist ganz fein eine erhabene Linie angebracht, die die genaue Position der zweiteiligen Nebelmittelhalterung angibt.
Das Anbringen bzw. Verkleben ist mit etwas Geduld verbunden, da man erst ein Teil (mit drei Wurfbechern) an der entsprechenden Stelle verkleben und dort im richtigen Winkel solange halten sollte, bis der Kleber angezogen hat - erst dann ist es sinnvoll, sich dem anderen, zweiten Teil zu widmen. Diese Vorgehensweise ist dadurch bedingt, dass die Nebelmittelwurfanlage durch die Metallbecher ein relativ hohes Eigengewicht haben und die Klebestelle verhältnismäßig gering ist.

 

 

KW 08/2009: Anbringen der Außenbordwerkzeuge

 

Der nächste Schritt war das Anbringen der Bordwerkzeuge bzw. Anbauteile, die sich beidseitig an der Oberwanne des HUMMEL befinden. Diese unterscheiden sich - vor allem auf der rechten Seite - erheblich von anderen FUCHS-Typen, einerseits von der Menge der Werkzeuge und andererseits von der Position, wo diese angebracht sind.

Begonnen habe ich auf der linken Fahrzeugseite. Hier sind keine großen Änderungen vorzunehmen, bei allen Typen befinden sich die Halterungen an denselben Anbringungspunkten. Der einzige Unterschied ist hier der zusätzliche Auspuff (siehe oben), der sich jedoch an einer Stelle befindet, die 'keine Auswirkungen hat', abgesehen davon, dass das seitliche Fenster hier fehlt.

Das Abschleppseil bzw. deren Halterungen wird mit etwa einem Dutzend PE-Streifchen dargestellt. Unter Zuhilfenahme von Originalbildern ist das Ankleben an den richtigen Punkten kein Problem. Das Abschleppseil selbst habe ich aus Takelgarn, 0,6mm, nachgebildet. Die Spritzguss-Kauschen des Bausatzes wurden vom Plastikseil abgetrennt und aufgebohrt. Jetzt konnte ich in die Löcher das Garn einkleben.
Die Halterungen für die Kauschen sind kleine PE-Stäbe, die durch die Seilösen passen. Diese wurden am oberen Ende durchbohrt, um später die Sicherungssplinte anzubringen - und danach an der Wanne verklebt. Hierzu habe ich diese (zur besseren Stabilität) zusätzlich verstiftet.

Die Auspuffgitter des PE-Satzes (linkes Bild) sind schön gemacht, aber leider etwas falsch dimensioniert für den Bausatz-Auspuff des Fahrzeugs. Am Original sind die Gitter fast nicht gebogen und stehen in etwa diagonal von der Auspuffabdeckung (oben) zur Fahrzeugwanne (unten). Ich war gezwungen, diese (mehr schlecht als recht) zu biegen, um sie dem Modell anzupassen.
Mein Eindruck ist, dass der Durchmesser des "Bausatzrohres" zu klein ist und meine, dass dies durch entsprechende Referenzbilder bestätigt wird. Diesen Mangel ist mir aber zu spät aufgefallen. Aber je länger ich mir das Bild bzw. das Modell anschaue, umso mehr reift in mir der Entschluß, die Gitter nochmals zu entfernen und zu verbessern ...

Danach wurden die Stützen im vorderen Teil der Kfz-Auspuffabdeckung verbaut (rechtes Bild). Leider sind diese "Streben" etwas zu kurz produziert worden, so dass sie nicht dem Original entsprechen. Andererseits ist das aber ein Mangel, den man getrost übersehen darf.

 

Beim Anfertigen der Werkzeughalterungen fand ich keine andere Möglichkeit, als diese Werkzeuge hier bereits in den Halterungen zu verkleben. Damit habe ich erreicht, dass a) die Schließen an der richtigen Stelle des Werkzeugs sind und b) an der richtigen Stelle der Wanne verklebt werden.
Sowohl die Spitzhacke und Axt (Bild links) als auch das Beil (Bild rechts) sind bei den mir bekannten Fuchs-Varianten an dieser Stelle angebracht.

Auf der gegenüberliegenden Seite (Beifahrer) sind weitere Werkzeuge angebracht, zwei Spaten, ein Bolzenschneider und die Abschleppstange. Die Anbringung hier unterscheidet sich jetzt von anderen Füchsen. Der Bolzenschneider ist in etwa an der 'üblichen Stelle', die Abschleppstange rutschte Richtung Fahrzeugfront und die beiden Spaten sind parallel übereinander - statt stufenförmig versetzt.
Bei den Fahrzeugvarianten Jäger, Pioniere etc. befindet sich auf dieser Seite im Heckbereich eine weitere Werkzeughalterung, an der zwei Schaufeln und zwei weitere Spitzhacken angebracht sind.

 

Die "Möglichkeit", die Revell für die Darstellung der Abschleppstange bietet, ist etwas einfach gehalten. Außerdem ist die Anbringung lt. Bauanleitung leider verkehrt. Diese beiden Mängel sind jedoch relativ einfach zu beheben.
Am vorderen Ende habe ich die Halterung aufgebohrt, eine Stange in entsprechender Grösse abgeschnitten, aufgebohrt und an der Wanne verklebt (nach dem selben Prinzip wie für das Abschleppseil) (Bild rechts). Am hinteren Teil der Stange muss die Klaue nach oben zeigen (nicht wie bei Revell nach unten). Dazu nahm ich ein Stück Plastik, habe dies zurechtgeschnitten und dann, ebenso wie die beiden Klauen, aufgebohrt (Bild links).

Die weiteren Werkzeuge auf der rechten Fahrzeugseite sind nur beim HUMMEL hier angebracht.
Die Bügelsäge befindet sich normalerweise (beim TPz FUCHS) im vorderen Teil - zwischen den beiden Spaten; der Erdbohrer ist speziell für den Störsender gedacht. Dieser dient als Erdung für das Fahrzeug, wenn dies im Stand betrieben wird. Der Bohrer ist eine 2mm-Sheetstange, die ich keilförmig 'gedreht' und zugeschliffen habe. Die Windungen an der Spitze wurde mit dünnem Kupferdraht nachgebildet, während das dickere Ende auf- und durchgebohrt wurde - dem Original entsprechend.

Die spezielle Halterung für den Erdbohrer habe ich nachgebaut unter Verwendung diverser Ätzteilreste, die entsprechend geschnitten und gebogen wurden.
Die Werkzeuge an der rechten Fahrzeugseite sind für die Foto's nur eingelegt (ausgenommen der verklebte Bolzenschneider) - diese kann ich 'extern' bemalen und danach erst verkleben.

Einen "Riesenfehler" am Voyager-Ätzteilsatz habe ich erst bemerkt, als ich schon fast fertig war mit den Arbeiten! Die Verschlüsse der Werkzeuge entsprechen eher den Haltern an Fahrzeugen des II. Weltkriegs statt den Bundeswehrhalterungen.
Witzigerweise gibt es bei Voyager einen "Schließensatz", der mit WW II betitelt ist, aber der Bundeswehrausführung wesentlich mehr entspricht.
Diesen 'Fehler' werde ich jetzt aber nicht mehr umändern, u. a. auch deshalb, weil ich nicht genug von diesen Schließen vorrätig habe.

Die erste Arbeit, um das Dach zu vollenden, war das Anbringen des neuen Lukenscharniers.

Von diesen Scharnieren muss ich nun am Fahrzeug noch zwei Weitere anbringen - an der Fahrer- und Beifahrertüre. Bis ich zu diesem Bauschritt komme, werden aber noch einige Tage vergehen.

 

 

 

KW 10/2009: Ätzteile Dach, Fzg-Front und Antennen

 

Wie oben zu sehen ist, habe ich auf dem Dach die erste Arbeit (Dachlukenscharnier) gemacht. Nun folgten weitere Ätzteile aus dem Voyager-Satz - die weiteren Abdeckgitter der Lüfterroste.
Das silberne Gitter liegt dem PE-Satz extra bei - möglicherweise wurde dies dem Set nachträglich hinzugefügt. Die Gitterstruktur ist etwas anders als bei den drei vorderen Gittern, entspricht aber in etwa dem Original. Beim Heraustrennen der Gitter aus dem Trägermaterial ist Vorsicht geboten, denn diese extrem dünnen Teile verbiegen sehr leicht und sind danach (vermutlich) nicht mehr in eine total glatte Form zu bringen.

Beim Anbringen (= ankleben mit Sekundenkleber) ist ebenfalls Sorgfalt geboten, da die Ränder sehr dünn sind - und zuviel Sekundenkleber kann dazu führen, dass einige Gitterlöcher dadurch "verstopft" werden. Von der Optik her macht dies keinen schönen Eindruck ...

Anschließend verklebte ich den selbstgebauten Transformator auf dem Dach.

Die einzige Schwierigkeit hierin bestand im Herausfinden der richtigen Position auf dem Dach (fast direkt hinter der Dachluke) und dem richtigen Abstand zwischen der Dachluke und dem Antennenträger.
Nach dem Vergleich mit mehreren Originalbildern und dem vorübergehenden Einsetzen des Trägers war dieser Schritt aber mit zwei Klebepunkten schnell und problemlos geschehen.

 

Die meisten "Ängste" hatte ich vor dem Verbauen der Scheinwerferabdeckungen - aufgrund der sehr filigranen Stützen, die möglicherweise brechen könnten, wenn die Biegung nicht auf Anhieb passt. Das Verkleben der Spritzgussteile hätte mich sehr geärgert, da diese wesentlich 'wuchtiger' als die PE-Ausführungen sind und das Gesamtbild der Fahrzeugfront beeinträchtigt hätten.
Beim Biegen der Stützen hatte ich aber irgendwie das richtige Händchen und musste nicht korrigieren.

Ein weiterer Punkt, der mir schon von vornherein ins Auge stach, waren die "Aufbauten" auf diesen Abdeckungen. Lt. PE-Anleitung hätte man von den Spritzgussteilen die Platten absägen und auf die PE-Teile aufsetzen, nachdem man die Schutzbügel angebracht hat. Bei einem Vergleich mit Originalbildern sieht man, dass diese "Platten" aber die Tarnlicht-Scheinwerfer sind - und die Spritzgussausführung somit total fehl am Platz ist!
Von einem anderen Bausatz (der somit zum Ersatzteillager - auch für spätere Modelle - wurde) entnahm ich die Scheinwerfer und trennte vorsichtig die Tarnscheinwerfer ab, um sie hier zu verbauen. Leider ging mir eines dieser Mini-Teilchen verloren, so dass ich gezwungen war, mir einen Scheinwerfer "selbst zu schnitzen". Weiterhin sind seitlich Halterungen für Flaggen angebracht, die ich mittels aufgebohrten 0,75mm-Sheetstangen darstellte. Das Ergebnis meiner Bemühungen ist auf den nachfolgenden vier Bildern zu sehen.

 

Die Türscharniere aus dem PE-Satz waren als Nächstes anzubringen. Dazu habe ich die bereits gefertigten Türen als Hilfe angelegt und dann die Scharniere mittels Sekundenkleber angebracht (Bild links). Ich hoffe, dass diese stabil sind - denn immerhin sollen diese beiden kleinen PE-Teile später die geöffnete Tür halten!
Natürlich wurden die Scharniere beidseitig angebracht.

Die beidseitigen Einstiegshilfen (Bild rechts)bestehen aus PE-Teilen und gedrehtem, 0,35mm dicken Blumendraht. Dieser Draht stellt die Stahlseile dar, die gem. Anleitung lediglich aus einer dem PE-Satz beiliegenden Schnur gemacht werden sollten.
Hier habe ich zum ersten Mal versucht (mehr oder minder erfolgreich), die PE-Teile zu verlöten - statt mit Sekundenkleber zu verbinden. Weiterhin wurden die "Blumendraht-Seile" ebenfalls durch Löten angebracht. Das Verkleben an den Einstiegen erforderte etwas mehr Sekundenkleber - und zwischenzeitlich ist mir der linke Aufstieg auch schon zweimal wieder abgegangen.

Schließlich - beim wiederholten Überprüfen der Bauanleitung(en) - sind mir noch zwei Bausatzteile aufgefallen, die ich bislang vergessen hatte: Beidseitig - hinter den Einstiegstüren - waren noch die Schutzbügel für die Blinker anzubringen.

Sicherheitshalber habe ich vor dem Verkleben dieser Teile ausprobiert, ob sich die Blinker nach dem Verbauen der Bügel noch einsetzen lassen. Das stellt aber kein Problem dar - lediglich etwas Finger- (besser: Pinzetten-)spitzengefühl ist hier vonnöten.

 

Dann habe ich in die Antennenfüße der Dachleiste sowie in die beiden Füsse im hinteren Dachbereich Löcher vorgebohrt und die in Dachleiste bereits die Antennen eingeklebt. Die Antennen bestehen aus 0,3mm Federstahldraht.
Das Ausrichten und Verbinden verschiedener Antennen mit Querträgern ist noch nicht geschehen - dazu fehlt mir momentan noch die passende Idee, die funktionieren könnte. Um Ausprobieren werde ich nicht herumkommen, denn einige Vorstellungen hätte ich schon, um die Halterung(en) für diese Querstreben umzusetzen.

Nach dem Aufsetzen der Antennenleiste stellt sich das Fahrzeug jetzt folgendermassen dar (ohne Bereifung):

 

 

KW 12/2009: Fertigstellung Dachantennen und PE-Teile

 

Die Konstruktion der Dachantennen stellte nochmals eine Herausforderung für mich dar. Am Original (siehe auch Bild zu Berichtsanfang) sind jeweils vier bzw. fünf Antennen durch einen Querstange verbunden. Dies dient unter anderem der Stabilisierung dieser Antennen.
Bei einem Modell dieses Fahrzeugs im Maßstab 1/72 habe ich diese Querstange seitlich an den Antennen verklebt. Diese Möglichkeit scheidet aber in diesem größeren Maßstab aus. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Halterungen der Querstäbe selbst nachzubilden.

Dazu habe ich eine Sheetstange mit einem Durchmesser von 0,5cm hergenommen, die ich aufbohren musste, um die einzelnen Querstäbe anbringen zu können. Für diese Bohrungen benutzte ich einen 0,3mm-HSS-Bohrer, den ich in einen Handbohrer eingespannt habe. Durch diese "Handarbeit" war es zwangsläufig der Fall, dass einiges daneben ging. Im Endeffekt habe ich für die Halter einen 30cm langen Plastikstab verbraucht.
Meine ursprüngliche Idee war, die Halter auf die Antennen aufzuschieben und danach die Zwischenstücke einzukleben. Leider hat das nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Abstände zwischen den Antennen ließen es nicht zu, die Bohrlöcher gut zu sehen und dementsprechend auch nicht, die kleinen Stäbe dann einzusetzen.

Ich habe die Querstreben 'extra' fertiggestellt und danach erst auf die Antennen auf- bzw. dann vorsichtig in die richtige Höhe geschoben. Vor dieser Arbeit hatte ich die größten Befürchtungen, dass verschiedene Halter aufgrund der geringen Materialstärke brechen - aber es ist alles gut gegangen. Den Ablauf der Arbeiten habe ich durch die nachfolgende Bilderserie festgehalten.

 

Nach vielen Stunden Arbeit (geschätzt: 20) - über mehrere Tage verteilt - konnte ich schließlich den Antennenträger fertigstellen. Insgesamt habe ich an diesem Antennenträger 85 Einzelteile verbaut, die überwiegend selbstgefertigt (scratch) angefertigt wurden.

 

 

 

 

Die letzte größere "Bauarbeit" war jetzt das Anbringen der Spanngurte an der linken, hinteren Fahrzeugseite. An dieser Stelle wird normalerweise das Tarnnetz des Transportpanzers. Ich war mir lange unschlüssig, ob ich a) die PE-Spanngurte überhaupt verwenden, b) diese mit einem Tarnnetz verbauen oder c) ohne Tarnnetz anbringen soll?
Nach einigem Hin-und-her kam ich zu dem Entschluß, die Spanngurte zu benutzen - dem HUMMEL aber kein Tarnnetz zu spendieren. So - hoffe ich - kommen diese PE-Teile optisch besser zur Geltung.

Die Klebestellen dieser Gurte sind minimal - und die Gefahr eines Abreissen's nach dem Verbauen (z. B. durch unvorsichtige Handhabung während der Lackierarbeiten) ist sehr groß. Deswegen habe ich dafür (wie am Original) Bügel angefertigt und gehe jetzt davon aus, dass diese Ätzteile halten.
Wie ich diesen Bauabschnitt bewältigt habe, zeigen die nachfolgenden Bilder:


Schablone aufgeklebt

Bohrlöcher vorgekörnt

Löcher mit 0,3mm vorgebohrt

mit 0,4mm nachgebohrt

Haltebügel eingeschoben

Spannbänder angebracht

 

Das Einfädeln der Spannbänder ging sehr einfach - wenn man beidhändig mit Pinzetten arbeiten kann. Vor dem Einfädeln wurde etwas Sekundenkleber aufgetragen, dann das Band durchgezogen und den Haltebügel sanft komplett in die Bohrlöcher eindrücken - voila. Nun galt es nur noch, die Spannbänder in die richtige Position zu biegen und wiederum mit Sekundenkleber miteinander zu verbinden. Die letzte Arbeit war das Aufkleben der Schließen.
Diese Arbeiten haben - mit Pausen - und auch, wenn es auf den Bildern einfach aussieht - einen kompletten Sonntagnachmittag beansprucht. Schließlich konnte ich das nachfolgende Foto von den fertigen Spanngurten machen.

 

 

 

 

Die Bauarbeiten sind soweit abgeschlossen - zwei, drei kleinere Sachen sind noch zu machen, bevor im nächsten Schritt das Modell grundiert werden kann. Vorher habe ich nochmal ein paar Bilder geschossen, die jetzt alle Bauteile des 'lackierfertigen' HUMMEL im Gesamten zeigen.
Die Resin-Räder sind nur auf die Achsen aufgesteckt - die Dachantennen nur aufgelegt.

 

 

 

 

 

 

Der Störsender bekommt Farbe ...